Repression: Erste Vorladungen sind eingetroffen

Mittlerweile sind erste Vorladungen von Polizei und Konsorten
bezüglich der Gegenaktivitäten am 1. Mai in Ulm eingetroffen.
Wir bitten alle Betroffenen sich bei uns zu melden und in Kontakt
mit einer Rote Hilfe Ortsgruppe zu treten. Für uns als Gruppe ist
es wichtig das Ausmaß der Repression einschätzen zu können, um
besser auf die Situation reagieren bzw. euch direkt
unterstützen zu können.
Wir appellieren noch einmal daran, solidarisch gegenüber Genossinnen
und Genossen zu handeln, das heißt konkret:
keine Kooperation mit den Behörden!
Vorladungen von Polizei (z.B. Anhörungsbogen) sind nicht
verpflichtend.
Nur Vorladungen von Staatsanwaltschaft/ErmittlungsrichterInnen
müssen wahrgenommen werden, jedoch gilt hier: kein Wort zur Sache
und am besten nicht alleine und unvorbereitet erscheinen.
Bei Minderjährigen flattert oft zuerst eine Vorladung der
Jugendgerichtshilfe ein: auch hier auf keinen Fall Aussagen zur
Sache machen, auch nicht ‚im Vertrauen‘. JG-HelferInnen erstellen
ein Profil von euch und sind verpflichtet vor Gericht Aussagen zu
machen. Dann kann auch mal schnell von einem ‚geschlossenen
politischen Weltbild‘ die Rede sein.
Falls es zu einem Prozess kommen sollte, könnt ihr euch immer noch
mit eurem Anwalt/ eurer Anwältin überlegen, wie eure Strategie
aussieht.

Es gibt keine entlastenden oder harmlosen Aussagen!
Anna und Arthur halten immer noch das Maul!

Antifaschistische Aktion Ulm/Neu-Ulm, September 2009

Gemeinsam gegen Repression

Wir bitten alle Menschen, die am 1. Mai in irgendeiner Weise von Repression betroffen waren (Ingewahrsamnahmen, Kesselungen, Angriffe seitens der Polizei, etc. ) , ihre Gedächtnisprotokolle und, wenn vorhanden, Atteste von Verletzungen der Antifaschistischen Aktion Ulm/ Neu-Ulm per Mail zu kommen zu lassen, damit gemeinsam gegen diese Repressalien vorgegangen werden kann !

Der Nachbrenner nach der Party

Party vorbei und plötzlich brennt die Haut wieder? Das ist ein ganz häufiges Phänomen und erklärt sich dadurch, dass kleinste oberflächliche Reste von Pfefferspray oder CS-Kristalle auf der Haut durch jede Körpererwärmung durch Öffnung der Poren in den Körper kommen können und dort erneut Schmerzen auslösen. Es passiert, wenn Mensch sich nach einer Aktion erneut anstrengen muss, beheizte Räume betritt, oder wenn die Sonne wieder rauskommt, oder sogar bei einer heissen Dusche.

Ein anderes Thema ist die Rekontamination durch Bekleidung, die Spuren von Pfefferspray aufgenommen hat.

Spezielle Formulierungen von Pfefferspray die länger anhalten sind uns nicht bekannt und es ist uns auch nicht bekannt, dass dies ein Forschungsziel der Industrie ist, da eine schnell abklingende Wirkung seitens der Polizei eher erwünscht ist.

Deswegen die allgemeinen Ratschlägen:

* Stark besprühte Klamotten gleich ausziehen und in Plastiktüten einpacken um zu vermeiden, dass Mensch damit sich und seine GenossInnen kontaminiert.

* Nach der Demo --> kühl Duschen!

* Alle Klamotten sofort in die Waschmaschine.

Vom üblichen „Nachbrenner“ zu unterscheiden ist Atemnot die 6-12 Stunden nach starke Reizgas Exposition auftritt, z.B. auf dem Heimweg von einer Aktion oder sogar am nächsten Tag, denn diese kann ein Hinweis auf ernste Probleme sein und sollte abgeklärt werden.

Das wars noch nicht ganz: 24 Stunden bis 3 Tage nach starker Pfefferspray/CS Exposition tritt in ungefähr 25% der Menschen eine bakterielle Atemwegsentzündung auf, die meist problemlos abheilt aber manchmal auch in eine Lungenentzündung münden kann.

In dieser Broschüre wird auch dieses Phänomen besprochen:
http://gipfelsoli.org/rcms_repos/Antirepression/autonomedical_collective.pdf

Revolutionärer erster Mai!
Solidarische Grüße
Euer Sani Team

Quelle: linksunten.indymedia.org

Tipps zu „Emotional First Aid“ findet ihr auf Seite 1 und Seite 2 dieses Flyers.

EA-Nummer !

Die EA-Nummer lautet folgendermaßen: 06221-181200

News

Die Neonazidemo in Neu-Ulm wurde auf 16-19 Uhr begrenzt. Die Route soll folgendermaßen verlaufen: Bahnhof Neu-Ulm -> Meininger Allee -> Reuttier Straße ->
Bahnhofstr. ->Kantstr. -> Augsburger Straße -> Gracisstr. ->
Offenhauser Straße>Kasernstraße ->Wallstr -> Bahnhofstr. ->
Reuttier Straße ->Meininger Allee-> Bahnhof.

Für Ulm wird es einen Live-Ticker und eine WAP-Ticker fürs Handy geben:

Ticker: http://linksunten.indymedia.org/de/ticker/1mai09/ulm
mobil: http://linksunten.indymedia.org/de/ul